Die Beruflichen Schulen am Gradierwerk sind ein Beispiel für ein modernes berufliches Kompetenzzentrum. Durch die Fusion der Wingertschule und der Kaufmännischen Berufsschule im Jahr 2012 wurden zwei starke Kompetenzsäulen definiert: Wirtschaft ─ Verwaltung ─ Informationsverarbeitung und Sozialpädagogik ─ Gesundheit ─ Ernährung entsprechen den Bedürfnissen der Region. Dieses Kompetenzzentrum ist eine zertifizierte selbständige Berufsschule. Die letzte externe Metaevaluation bestätigt der Schulgemeinschaft die Q2E-Reife, welche bisher ca. hundert Schulen im deutschen Sprachraum gelungen ist. Dies ist der Verdienst der intensiven und nachhaltigen Arbeit des Kollegiums in Bad Nauheim.
Kürzlich fand im Forum der Beruflichen Schulen am Gradierbau (BSG) Bad Nauheim wieder die Feier zur staatlichen Anerkennung der Absolventinnen und Absolventen der Erzieherausbildung statt. Diese hatten sich während ihrer dreijährigen Ausbildungszeit in Theorie und Praxis bewährt und erhielten nun ihre wohlverdienten Zeugnisse. Die Veranstaltung wurde von den Studierenden Stefanie Weinbrenner und Johannes Rieger moderiert, die die anwesenden Angehörigen, Lehrkräfte und Ehrengäste herzlich begrüßten. Mit spitzer Zunge, großem Charme und treffsicheren Anekdoten aus dem Praxis- und Schulalltag führten sie souverän durch das Programm. Ihre heiteren Schilderungen typischer Alltagssituationen sorgten im Publikum immer wieder für Lacher und spiegelten das lebendige Miteinander der Anerkennungszeit wider. Gleichzeitig unterstrichen die Moderatoren die enorme Bedeutung der Praxisausbilderinnen und Praxisausbilder aus den Einrichtungen für den Erfolg der Ausbildung. „Es ist wichtig, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem man sich ausprobieren darf und Fehler als wertvolle Lernchancen verstanden werden.“
Eine Fotoshow weckte Erinnerungen aus dem Unterricht, aus Aktionen an außerschulischen Lernorten sowie an die zwei prägenden Studienreisen nach Berlin und Köln. Die Exkursion nach Berlin wurde für Hospitationen in Kitas mit Mathematik-Profil oder Musik und Jugendeinrichtungen mit interkulturellem Schwerpunkt genutzt. In Köln ging es zur Bildungsmesse Didacta, wo bildungspolitische Trends und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in sozialpädagogischen Einrichtungen Thema waren.
Schulleiter Andreas Stolz gratulierte den Absolventen und dankte den Lehrkräften und Praxisbetreuern für die gute pädagogische Arbeit. Die Abteilungsleiterin Claudia Ziegle-Süßel äußerte sich zuversichtlich, dass die neuen Erzieherinnen und Erzieher gut vorbereitet sind, um den neuen gesellschaftlichen Herausforderungen in Hinblick auf unsere Demokratie gerecht werden zu können. Mentor Rupert Reiter gab in seiner Rede den Absolventen eine wichtige Erkenntnis mit auf den Weg: „Sie müssen nicht perfekt sein. Niemand ist das. Gute Erzieherinnen und Erzieher sind nicht diejenigen, die immer sofort die richtige Antwort haben. Es sind diejenigen, die bereit sind, hinzuschauen, nachzufragen, zu reflektieren und dazuzulernen.“
Emotionaler Höhepunkt und Anlass der Veranstaltung waren die feierliche Zeugnisübergabe und die Ehrung der Jahrgangsbesten: Özlem Irkin, Alina Doormann, Keyanna Haynes schlossen mit der Bestnote 1,0 ab. Ein herzlicher Dank ging an die beteiligten Praxisausbilderinnen und Praxisausbilder in den Einrichtungen sowie an das Mentorenteam Rupert Reiter, Tatjana Rehwald, Ismael Yilmas, Anne Vogel. Der Jahrgang zeichnete sich durch eine besondere Vielfalt aus. Während einige Studierende bereits ihre Schulabschlüsse und die Sozialassistenzausbildung an den BSG erreichten, bestand ein anderer Teil, wie in der Branche üblich, aus einer Mischung von Quereinsteigern, Absolventen mit abgeschlossener Berufsausbildung und bereits im pädagogischen Bereich Tätigen, die ihre formelle Qualifikation ergänzen wollten.
Die staatlich anerkannte Ausbildung zum Erzieher führt zu einem Beruf mit Zukunft. An den Beruflichen Schulen am Gradierbau kann die Ausbildung in Voll- und Teilzeit absolviert werden. Voraussetzung ist ein mittlerer Bildungsabschluss mit abgeschlossener Ausbildung zur Sozialassistenz oder eine gleichwertige Ausbildung, alternativ das Abitur mit einem sozialpädagogischen Praktikum. Üblicherweise besteht die Ausbildung aus zwei Jahren schulischer Ausbildung und einem anschließenden praktischen Anerkennungsjahr. Die Vollzeitausbildung kann auch als praxisintegrierte vergütete Ausbildung (piv-A) absolviert werden, bei der die praktischen Phasen direkt in die schulische Zeit integriert sind. Auszubildende in der Vollzeitform werden durch das elternunabhängige Meisterbafög unterstützt. Weitere Informationen zur Ausbildung erhalten Interessierte auf der Schulhomepage oder direkt bei Abteilungsleiterin Frau Ziegle-Süßel.
Die Einschulungsunterlagen für neue Schülerinnen und Schüler müssen gesichtet und akzeptiert werden:
Hier finden Sie die digitalen Einschulungsunterlagen:
Die farbenfrohe Gestaltung ersetzt eine zuvor graue Mauer und erinnert Schülerinnen und Schüler täglich an Werte wie Zusammenhalt, Respekt, Toleranz, Verantwortung, Zivilcourage und Gleichberechtigung.
Das Projekt wurde vom Förderverein der Schule koordiniert. Es wurde gefördert vom Wetteraukreis aus dem Förderprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministeriums und kofinanziert vom Land Hessen.
Ziel ist es, demokratische Werte nicht nur im Unterricht zu vermitteln, sondern sie im Schulalltag erlebbar zu machen. Die Wertewand soll beim Vorbeigehen zum Nachdenken anregen, in Pausengespräche einfließen und als Impuls für Projekte oder Unterrichtsthemen dienen.
„Unsere Aufgabe geht über die Vermittlung beruflicher Fertigkeiten hinaus “, sagt Katharina Humann-Benedix, Vorsitzende des Fördervereins. “Fachliche Kompetenz und gelebte Werte gehören untrennbar zusammen.“
Die Wertewand entstand in Zusammenarbeit von Lernenden, der Schülervertretung, Lehrkräften sowie dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Die künstlerische Gestaltung übernahm Kunstpädagogin Brigitte Gutwerk gemeinsam mit Studierenden der Fachschule für Sozialwesen.
Eingeweiht wurde die Wertewand im Rahmen eines Friedensfestes. Künftig soll sie als sichtbares Symbol für Respekt, Vielfalt und demokratisches Miteinander an der BSG Bad Nauheim wirken.
Mit einer feierlichen Zeugnisübergabe verabschiedeten die Beruflichen Schulen am Gradierwerk (BSG) zum Ende des Schuljahres 182 Auszubildende aus unterschiedlichen Fachbereichen. Nach erfolgreichem Abschluss ihrer dualen Berufsausbildung erhielten die Schülerinnen und Schüler im Forum der Schule ihre Abschlusszeugnisse.
Schulleiter Andreas Stolz gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zur bestandenen Prüfung und dankte allen Lehrkräften, Abteilungsleitungen sowie insbesondere Anja Bräutigam aus dem Sekretariat für ihr großes Engagement und die gute Zusammenarbeit.
In seiner Ansprache ging Stolz auf die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen ein. Er ermutigte die jungen Fachkräfte, als tragendes Fundament der Gesellschaft, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken.
Abteilungsleiterin Ria Ruppert appellierte an die Absolventinnen und Absolventen, neugierig und wissbegierig zu bleiben. Am Beispiel der Biografie von Marie Curie verdeutlichte sie, dass Ausdauer, Mut und der Wille, Neues zu verstehen, entscheidend für den persönlichen Erfolg sind. Mit Curies Leitsatz:”Man braucht im Leben nichts zu fürchten, man muss nur alles verstehen”, unterstrich sie die Bedeutung von Neugier, Zielstrebigkeit und Wissen als Grundlage für den Umgang mit Herausforderungen.
Traditionell wurden die Jahrgangsbesten der einzelnen Ausbildungsberufe ausgezeichnet.
Besonders herausragend waren die Abschlussergebnisse von Jule Leitner, Natalie Weber (Medizinische Fachangestellte) und Larissa Wolf (Kauffrau im Einzelhandel), die jeweils die Traumnote 1,0 erreichten.
Weitere Geehrte waren: Lisa-Sophie Morawetz (Bankkauffrau), Imke Mareike Schoppe, Amy Michelle Wetmore (Kauffrauen für Büromanagement), Johanna Elisa Heusohn (Industriekauffrau), Jassine Jitite (Kaufmann im Groß- und Außenhandel), Evgeniia Braun (Steuerfachangestellte), Johanna Reisz (Fachinformatikerin), Yasmin Jung (Verkäuferin), Maximilian Görlach, Micaiah Christopher Mccutchen, Collen-Victoria Schäfer (Verwaltungsfachangestellte) und Melina Bohnert (Zahnmedizinische Fachangestellte).
Als Anerkennung erhielten sie eine Urkunde sowie ein Präsent des Fördervereins der Schule.
Zum Abschluss überbrachte die stellvertretende Schulleiterin Anne Hartmann ihre Glückwünsche und lud die Absolventinnen und Absolventen ein, die bereitgestellte Fotobox für gemeinsame Erinnerungsfotos zu nutzen.
Für viele der Berufsfachschüler der BSG Bad Nauheim endete mit diesem Schuljahr ihre Schulzeit. Dieser feierliche Anlass wurde dieses Jahr wieder im „Forum“, einem für solche Zwecke vorgesehenen Versammlungsraum im Schulgebäude, begangen. In Anwesenheit vieler Eltern und in festlicher Garderobe wurden die Abschlusszeugnisse entgegengenommen und die schönen Aspekte einer erfolgreichen Schulzeit rekapituliert.
Die stellvertretende Schulleiterin Frau Hartmann dankte allen Beteiligten für die gute Arbeit und stellte ihre Rede unter das jugendsprachliche Motto: „Läuft bei mir“. Die Klassenlehrerinnen und Lehrer der Klassen aus verschiedenen Schwerpunktbereichen würdigten den Einsatz ihrer Schülerinnen und Schüler. So rief Frau Tanriverdi aus dem sozialpädagogischen Bereich dazu auf, lernfähig zu bleiben, um an herausfordernden Situationen wachsen zu können und stets mit Herz zu agieren. Frau Zeuner aus dem Bereich für medizinisch-technische und krankenpflegerische Berufe griff zu Segelmetaphorik und wünschte stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.
Als beste Schülerinnen der jeweiligen Schwerpunkte an den BSG wurden Dmytro Trunov (Wirtschaft und Verwaltung), Albortz Mousavi (Ernährung und Hauswirtschaft), Beatrice Grabko (Medizinisch-technische und krankenpflegerische Berufe) und Lily Rolland (Sozialpädagogische und sozialpflegerische Berufe) ausgezeichnet.
Die Feier stand unter dem Zeichen einer engagierten Teilnahme vieler Schülerinnen und Schüler. Anne Schmidt (BFS) moderierte, Ohmed Rahmini (BFW) dankte den Lehrkräften in einer humorvollen Rede und Lily Rolland (BFS), berüchtigte Gangsterrapper zitierend, ermutigte die Mitschüler, an sich zu glauben, schließlich sei man „jung, brutal und gutaussehend“. Ein besonderes Highlight war der musikalische Beitrag von Lenia Storm und Albortz Mousavi, die nur mit Bass und Gesang eine groovige Version des Klassikers „Hit the Road Jack“ von Ray Charles ablieferten und den Saal trotz der ohnehin hohen Temperaturen weiter aufheizten.
Begleitend zur Zeugnisübergabe gab es von den Klassen produzierte Videos mit Highlights der vergangenen zwei Jahre sowie kleine Geschenke. Im Anschluss bestand bei alkoholfreiem Sekt und Orangensaft Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen, letzten Fotos und Verabschiedungen.
Die an Beruflichen Schulen angebotene zweijährige Berufsfachschule richtet sich an Hauptschüler und bereitet auf eine Ausbildung vor. Der Abschluss ist mit dem mittleren Schulabschluss gleichwertig. Besonders leistungsstarke Absolventen haben auch die Möglichkeit, im Anschluss die Fachoberschule an den BSG oder ein Berufliches Gymnasium zu besuchen.
Eine davon sind die Beruflichen Schulen am Gradierwerk in Bad Nauheim. Sie zeigen, wie wichtig die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für die Ausbildung von Zukunftskompetenzen bei jungen Menschen ist. Nachhaltigkeit wird in dort durch gemeinschaftliches, anwendungsorientiertes Handeln durch verschiedene Projekte anschaulich gemacht:
So findet an den BSG alljährlich der „Tag der Menschenrechte und Nachhaltigkeit“ statt. Ein Schulfest mit mehr als 30 kreativen Veranstaltungen, Workshops, Vorträgen und Ausstellungen von Schülerinnen und Schülern für Schülerinnen und Schüler. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, Fragen nach Ernährung, globaler Gerechtigkeit und fairem Miteinander zu stellen und werden ermutigt, Antworten auszuprobieren. Globale Herausforderungen werden verständlich gemacht und gemeinsam regionale praktische Lösungen gesucht. Nachhaltiges Denken wird gelernt für künftiges Handeln.
Außerdem hat die berufliche Schule mehr „Grün“ auf ihren Schulhof gebracht. Mit der Anschaffung und Bepflanzung von vier Hochbeeten – eines davon rollstuhlgerecht – wird das ökologische Bewusstsein sowohl im Schulalltag als auch im privaten Bereich der Lernenden stärker implementiert. Die Schülerinnen und Schüler können sich ausprobieren, haben Freude am praktischen Lernen und Mitgestalten einer nachhaltigen Zukunft. Umweltbewusstsein wird erlebbar und fördert den verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Lebenswelt. Dieses Bewusstsein werden die angehenden Erzieherinnen und Erzieher auch in ihrem Berufsalltag weitergeben.
Für beide Projekte erhielten die Beruflichen Schulen am Gradierwerk jetzt die Auszeichnung „Hessische Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ von gleich zwei Hessischen Ministerien, dem Kultusministerium und dem Umweltministerium. Die Auszeichnung wird für zwei Jahre verliehen mit dem Ziel, die Unterrichtsqualität und das Schulleben im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu verbessern. 2021 wurden die Hessischen Umweltschulen vom Bundesbildungsministerium und der UNESCO als hervorragende Bildungsinitiativen für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.
Die Projekte wurden in einer Ausstellung während der Auszeichnungsveranstaltung in Hanau vorgestellt.
Wenn Sie selbst oder Ihr Kind erkrankt sind und daher nicht die Schule besuchen können/kann, bitten wir Sie, die Klassenlehrer/innen über das Fehlen per E-Mail zu informieren. Die E-Mail-Adressen erhalten Sie von/vom der/dem Klassenlehrer/in. Telefonische Krankmeldungen sind leider bei unserer großen Schülerzahl nicht händelbar.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Danke!
Wir möchten Sie auf ein wichtiges Thema aufmerksam machen. Lesen Sie bitte als Erziehungsberechtigte bitte folgende Informationen zum Thema "Cybergrooming", die durch die Polizei in Mittelhessen zur Verfügung gestellt wird.
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Liebe Lernende, liebe Erziehungsberechigte, liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir haben hier Anlaufstellen zusammengefasst, an die man sich bei Bedarf wenden kann.
Diese Beratung wendet sich an alle Menschen jeglicher Herkunft.
Unsere Homepage soll eine Plattform für alle sein, die sich aktiv an der Gestaltung unseres Schullebens beteiligen wollen. Wenn Ihnen also etwas gut gefällt, wenn Sie Verbesserungsvorschläge haben oder wenn Sie selbst etwas veröffentlichen wollen, dann sprechen Sie uns an. Wenden Sie sich direkt an Jennifer Steinbrecher, sie betreut unsere Homepage.
Mit freundlichen Grüßen Andreas Stolz (Schulleiter)
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