Am Donnerstag gastierte die Truppe auf Initiative Rainer Grüns von der Sozialarbeit an den Beruflichen Schulen am Gradierwerk (BSG) Bad Nauheim, und bescherte der Schülerschaft der Klassen 11GK1 (Groß – und Außenhandelskaufleute), 12FOW4 (Fachoberschule) und 10BFE (Berufsfachschule) einen abwechslungs- und lehrreichen Vormittag.
Nach dem Motto „Erst schlappgelacht, dann nachgedacht“ bekamen die Schüler eine Kostprobe des Improvisationstalents der ehemals suchtmittelabhängigen Darsteller, die auf Zuruf originelle und humorvolle Szenen erfanden. Im Anschluss ging es in neun Kleingruppen ins Gespräch mit den Schauspielern. „Die ehemals Süchtigen sind fest angestellt, seit Jahren clean und haben eine Therapie mit dem entsprechenden Reflexionsprozess durchlaufen“, erklärt Geschäftsführerin und Theaterpädagogin Nora Staeger. Ohne Anwesenheit von Lehrern konnten die Schüler auch persönliche Fragen stellen, um die Perspektive ihrer Gesprächspartner auf die zurückliegende Suchtkarriere nachzuvollziehen. Im Gespräch gehe es dann aber immer auch auf die Metaebene, um die Psychologie einer Suchterkrankung, so Staeger.
Mit diesem Angebot möchte das Theater Jugendliche für das Thema „Sucht“ sensibilisieren und ihnen ein besseres Verständnis vermitteln, was Sucht alles sein kann und wie sie entsteht, sodass sie ihren eigenen Konsum überdenken und die Risiken von Sucht besser einschätzen können.
Ermöglicht wurde die Veranstaltung wurde durch die finanzielle Unterstützung der R+V Betriebskrankenkasse.
Die Schüler äußerten sich beeindruckt von der Offenheit der Theaterleute und erwarben Kenntnisse, die der klassische Unterricht nicht vermitteln kann.