Neben der Müllvermeidung wird von allen Mitgliedern der Schule an den sogenannten POR-Stationen (Points of Rubbish) der Abfall getrennt gesammelt. Gemischte Mülleimer in Klassenräumen gibt es nicht.
Außerdem ist jede Klasse für eine Woche im Schuljahr gemeinschaftlich für die Sauberkeit in der Schule verantwortlich. Nach einem etablierten Kehrsystem wird dann mit Besen und Zangen gänzlich „klar Schiff“ in der Schule gemacht.
Auch das Pausenangebot betreffend wurden sich Gedanken gemacht. So können die Besucher der Bad Nauheimer Schule in einigen Pausen selbstgemachte vegetarische Pausensnacks erwerben. Diese werden von den engagierten Klassen mit dem Schwerpunkt „Ernährung“ produziert und an die Mitschülerinnen und Mitschüler verkauft. Der Lebensmitteleinkauf hierfür erfolgt bei regionalen Bioanbietern.
Für diese beiden Projekte aus den vergangenen zwei Jahren, die in Bad Nauheim umgesetzt und dokumentiert wurden, erhielten die Beruflichen Schulen am Gradierwerk jetzt die Auszeichnung „Hessische Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“.
Diese Auszeichnung wird vom Hessischen Kultusministerium und dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für das besondere Engagement einer Schule in der Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung für die Dauer von zwei Jahren verliehen. Unterstützung erhalten die Schulen in Form von Fachtagungen und Fortbildungen für Lehrkräfte.
Im Hörsaalcampus Westend der Goethe-Universität Frankfurt haben neben der BSG in feierlichem Rahmen 130 südhessische Schulen diese Auszeichnung erhalten.
Als Umweltschule werden Nachhaltigkeitsthemen praxisorientiert über alle Fächer hinweg vermittelt, damit die Jugendlichen angeregt werden, sich auch über die Schule hinaus für Umwelt und Naturschutz zu engagieren.