Pässe, Praktika, Plätzchen – Überraschende Vielfalt an den BSG Bad Nauheim

Viele Besucher beim Tag der offenen Tür.

Gut besucht war der Tag der offenen Tür an den BSG Bad Nauheim am Samstagvormittag. Viele Schüler und Eltern nutzten die Gelegenheit und informierten sich über die vielen Wege hin zum Haupt- oder Realschulabschluss sowie über die Möglichkeiten danach, sprachen mit Schülern und Lehrkräften und machten sich selbst ein Bild von der Schule am Gradierwerk.  Dank der guten Organisation der Klasse 11 HBB, die als Wegweiser und Nikolaus tätig war, klappte das ohne Probleme.

Besonders groß war das Interesse von Zehntklässlern für die Fachoberschule, die zum Fachabitur in den Schwerpunkten Wirtschaft und Verwaltung sowie in Gesundheit führt. Neben den wiederholten Vorträgen über die Voraussetzungen und den Ablauf der FOS konnten sich die Jugendlichen und ihre Eltern von Abteilungsleiterin Margit Conrad und vielen Fachlehrern persönlich beraten lassen, wobei die Inhalte des Unterrichts, Anmeldefristen oder die Suche nach einem Praktikumsplatz, Urlaubsregelungen und Vergütung im Mittelpunkt standen. Bis 31. März müssen die Bewerbungen über die bisherige Schule abgegeben werden.

Stark nachgefragt war auch die Berufsfachschule, wo in zwei Jahren ein Mittlerer Abschluss und eine berufliche Grundbildung in den Feldern Wirtschaft und Verwaltung, Medizin, Ernährung oder Soziales erreicht werden können. „Dabei lernen viele Jugendliche eine Berufsrichtung schon etwas besser kennen, so dass ihnen die Entscheidung für eine Ausbildung oft leichter fällt“, betont Abteilungsleiterin Gabriele Heinz.

Ein Hingucker im Eingangsbereich war der Stand der Zweijährigen Höheren Berufsfachschule für Informationsverarbeitung, wo sich viele Jugendliche am Flugsimulator erprobten. Nebenan berieten Schüler über die Ausbildung und demonstrierten ganz praktisch den Bau von Netzwerkkabeln. Milad Hakimi aus der 12 HBI schätzt die Abwechslung im Unterricht und beruhigt: „Man braucht keine Vorkenntnisse.“ Sein Mitschüler Max Beyster hebt die guten beruflichen Chancen für eine weitere Ausbildung in der IT-Branche hervor.

Im Theaterraum stellten Studierende der interkulturellen Klasse der Fachschule für Sozialpädagogik ihre sechswöchigen Auslandspraktika in Kindertagesstätten u. a. in Malta, Schweden, Tschechien oder Spanien vor.  Bereits seit mehr als 10 Jahren erweitern Studierende so ihren Horizont, gefördert aus Mitteln des Erasmus+-Programms der EU. Schulleiter Andreas Stolz und Lehrerin Brigitte Hofmann überreichten ihnen dafür den Europapass, ein Pluspunkt für künftige Bewerbungen um interessante Stellen.

Zum Flair an der Schule gehört auch das Café der Kulturen, das von Schülern geführt wird, und in dem so manche Besucher vorbeischauten. Hier und an vielen anderen Stellen werden am Tag der Menschenrechte am 10. Dezember Projekte stattfinden, die sich gegen Rassismus und für Nachhaltigkeit engagieren. Respektcoach Sören Gläsel informierte über den Weg der BSG zur Fairtrade-Schule. Fasziniert betrachteten viele Gäste am Samstag die Schattenbilder auf dem Flur vor dem Café. Schülerinnen und Schüler haben hier mit der Kunstlehrerin Brigitte Gutwerk die Menschenrechte szenisch dargestellt.

Seit einigen Jahren trägt die Schule den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Damit dies so bleibt, unterstützt die Schülervertretung eine Unterschriftenaktion in den nächsten Wochen. Schulsprecherin Lara Ben Youssef und ihre Stellvertreterin Jasmin Yilmaz heben die große Vielfalt von Nationalitäten an den BSG hervor. „Rassismus darf bei uns keinen Platz haben“, betonen die beiden jungen Frauen, die selbst marokkanisch-tunesische und kurdische Wurzeln haben. Sie informierten Besucher auch über die Bemühungen, die Parkgebühren auf dem Parkdeck zu reduzieren und dem Geldbeutel der Lernenden und Auszubildenden anzupassen. Darüber hinaus liegt der SV die Nachhaltigkeit am Herzen. Sie war maßgeblich daran beteiligt, den Verpackungsmüll an der Schule zu reduzieren. Bald wird es nicht nur Bambus- statt Papierbechern, sondern auch einen hochwertigen To-go-Becher mit BSG-Logo geben.

Ein weiteres großes Plus der BSG ist das umfangreiche Beratungsangebot, zum Beispiel bei Sozialpädagogin Vivien Musik. Sie ist montags bis donnerstags für Schüler mit schulischen oder privaten Problemen da. Am Samstag hatte sie die Tür zu ihrem freundlich eingerichteten Raum gemeinsam mit Förderschullehrerin Valeska Jörg geöffnet, die sich um Schüler mit Lernproblemen und Behinderungen kümmert.

Vom Beratungsraum zog es viele Besucher in Richtung des Weihnachtscafés. Schülerinnen und Schüler der Berufsvorbereitung mit dem Schwerpunkt Ernährung hatten den ganzen Freitag über köstliche Kuchen und Plätzchen gebacken, mit denen sich die Gäste nach der Besichtigung stärken oder ein Kuchenpaket für zu Hause kaufen konnten. Im Angebot waren auch Mistelzweige. Wer es lieber deftig mochte, konnte sich einen orientalischen Wrap nach eigenen Wünschen zubereiten lassen und einen Blick in den modernen Küchenbereich werfen.

„Die Vielfalt unserer Schule hat viele Jugendliche und ihre Eltern positiv überrascht,“ so das Fazit von Lehrer Oliver Kullmann, der am Samstag wie sein Kollege Sascha Wimmer mehrfach durch beide Gebäude führte und Fragen beantwortete. Besonders gelobt wurden die modernen Räume im Neubau, der Gang der Menschenrechte und die angenehme und freundliche Atmosphäre zwischen Lehrkräften und Schülern unterschiedlicher Kulturen, die beispielsweise beim gemeinsamen Arbeiten in der Küche zu sehen war.

Die nächste Gelegenheit, die BSG näher kennenzulernen, haben Interessenten beim Beratungsabend am 14. Februar 2019.

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