Berufsrichtung Sozialpädagogik an den Beruflichen Schulen am Gradierwerk in Bad Nauheim– eine starke Initiative für mehr Erzieher*innen in der Wetterau

An unserer Schule wurden kürzlich 65 frisch gebackenen Erzieherinnen und Erzieher feierlich verabschiedet.

Schulleiter Andreas Stolz und unsere ehemalige Schulsprecherin Lara Ben Youssef

Jahrgangsbesten v.l. Katrin Günthner, Charlotte Rösler, Coline Marie Bethke

Sieben weitere Absolvent*innen werden in der nächsten Zeit noch ihre Prüfung zur staatlichen Anerkennung ablegen, sie haben sich für die gestreckte Form eines Anerkennungsjahres entschieden.

Auf ihren Einsatz in der Praxis warten händeringend Kinder, Jugendliche und Erwachsenen sowie deren Mitarbeiter*innen in Krippen, Kindertagesstätten, Wohngruppen der Jugendhilfe sowie Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Ein Großteil der Absolvent*innen hat an den BSG nach der Mittleren Reife die 2-jährige Ausbildung zur Sozialassistentin/zum Sozialassistenten absolviert und danach die 3-jährige Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher erfolgreich beendet.

Doch auch die Zahl der sogenannten Quereinsteiger*innen in die Erzieherausbildung an den BSG wächst von Jahr zu Jahr auf in diesem Jahr 4 0%. Diese bringen als Voraussetzung (Stichtag 15.02.2023) mindestens ein erfolgreich absolviertes 3-monatiges sozialpädagogisches Praktikum in Vollzeit, mittlere Reife und eine abgeschlossene Ausbildung auf dem DQR4 Niveau des deutschen Qualifikationsrahmens oder ein Abitur mit.

 „Wir als Abteilung Sozialpädagogik nehmen den Fachkräftemangel in allen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern sehr ernst und möchten gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern aus der Praxis diesem entgegenwirken und die Anzahl der Schüler*innen in der Sozialassistenz und der Studierenden in der Fachschule weiter ausbauen“, so die Abteilungsleiterin der Fachschule für Sozialwesen Claudia Ziegle-Süßel.

Im Rahmen der BSG Ausbildungsmesse waren aktuell 30 sozialpädagogische Einrichtungen und Träger aus der Region vertreten. Mit unterschiedlichen Präsentationstechniken, Mitmachangeboten und insbesondere auch durch aktive Gespräche haben sie um zukünftige Fachkräfte geworben. Die Messestände wurden von unseren Lernenden der Berufsfachschule, Fachoberschule, Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz und den Studierenden der Fachschule für Sozialwesen Fachrichtung Sozialpädagogik zahlreich besucht. Auch Abschlussklassen anderer Schulen gehörten zu den interessierten Besucher*innen.

Um weitere Interessent*innen für die Berufsrichtung zu motivieren, stellt die BSG an den 17 Informationsabenden der Allgemeinbildenden Schulen im Wetteraukreis die vielfältigen Möglichkeiten vor, die berufliche Zukunft im sozialpädagogischen Bereich erfolgreich zu gestalten.

Was viele nicht wissen, ist, dass man an den BSG an der Berufsfachschule zum Erwerb der Mittleren Reife bereits den Schwerpunkt Sozialpädagogik wählen kann, um darauf aufbauend die Ausbildung in der Sozialassistenz zu absolvieren, was eine Möglichkeit ist, anschließend an der Fachschule in die Erzieherausbildung zu gelangen.

Auch kann man bei entsprechendem Notenbild entweder in der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz oder der Erzieherausbildung durch Zusatzunterricht und Prüfungen in den allgemeinbildenden Fächern die Fachhochschulreife mit erwerben. Die Schule berät gerne zu diesen Fragen, auch der Schulformfinder auf der Schulhomepage https://www.bsg-bn.de/finde-deine-schulform/ ist ein wertvoller Kompass.

Hat man die Voraussetzungen für die Aufnahme in die 3-jährige Erzieherausbildung in Vollzeit erworben, dann gibt es an den BSG seit 2020 neben der regulären Vollzeitform auch die Form PivA (praxisintegrierte vergütete Ausbildung). Dort schließen die Bewerber*innen nach einem Bewerbungsverfahren an den BSG mit einem der Kooperationspartner der Fachschule, d.h. Träger der unterschiedlichen kommunalen, kirchlichen oder auch privaten sozialpädagogischen Einrichtungen einen tariflich vergüteten Ausbildungsvertrag ab. Im 1. und 2. Ausbildungsabschnitt sind die Studierenden an drei Tagen an der Schule und an zwei Tagen in der Praxis und im 3. Ausbildungsabschnitt arbeiten die Studierenden an drei Tagen in der Praxis und sind an zwei Tagen in der Schule. Die Grundlage für die Bezahlung ist der Tarifvertrag für die Auszubildenden des öffentlichen Dienstes | Pflege (TVAöD) (1. Ausbildungsjahr 1140,69 €, 2. Ausbildungsjahr 1202,07 €, 3. Ausbildungsjahr 1303,38 € brutto).

Ebenso können Studierende an den BSG Bad Nauheim die Erzieherausbildung in der regulären Vollzeitform absolvieren. Diese wird auf Antrag in den ersten beiden Jahren durch das einkommensunabhängige und nicht rückzahlungspflichtige Aufstiegs-BAföG gefördert (963 € pro Monat). Im dritten Jahr haben die Studierenden ein vergütetes Arbeitsverhältnis in der sozialpädagogischen Praxis. In den ersten beiden Jahren findet an 5 Tagen pro Woche Unterricht in der Schule statt und es werden zwei 6-wöchige Blockpraktika (auch im Ausland möglich), ein 2-wöchiges Erkundungspraktikum sowie weitere Erkundungen in der sozialpädagogischen Praxis der Wetterau absolviert. Im letzten Jahr werden die Erfahrungen in der sozialpädagogischen Praxis gemeinsam mit den Praxisausbilder*innen durch Besuche der Lehrkraft und 20 Studientage an den BSG unter Rückbezug auf das erworbene Fachwissen reflektiert.

Sind Sie neugierig geworden und haben weitere Fragen z.B. zu Ausbildungsmöglichkeiten in der Sozialpädagogik oder zu Kooperationsmöglichkeiten als Einrichtung oder Träger?

Dann kommen Sie doch einfach zu unserem Informationstag am Samstag, den 03.12.2022, von 9:30-13:30 Uhr an die BSG, recherchieren auf unserer Homepage unter https://www.bsg-bn.de/sozialpaedagogik/fachschule-fuer-sozialwesen-fs/ oder wenden Sie sich unter poststelle@bsbn.bad-nauheim.schulverwaltung.hessen.de bzw. 06032/93552 11 an unser Sekretariat.

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