Music In - Stress Out - Bulgarien

Musik und Tanz mit weitem Herzen Sliven in Bulgarien als Gastgeber im Februar 2014

Unser vierter Besuch im Rahmen des Comenius-Projektes Music In - Stress Out führte uns nach Sliven in Bulgarien. Diesmal reisten mit: unser Schulleiter, Andreas Stolz, die Projektkoordinatorin, Dorothee Gabriel-Gooßens und zwei Studentinnen des Medienprojektes Musik und Tanz der Fachschule für Sozialpädagogik (FS), Michelle Christ und Lena Voigt.

 

Erste Eindrücke: Skifahren in Sofia - ruhiges weites Land

Nach zwei Stunden Flug von Frankfurt aus landeten wir in Sofia, der Haupstadt des Landes. Von dort fuhren wir mit dem Bus weiter in das 300 km entfernte Sliven, die Stadt unserer bulgarischen Partnerschule, der Fachschule für Wirtschaft "Prof. Dr. Dimitar Tabakov".

Bulgarien hat 7,3 Millionen Einwohner, ist Mitglied der EU, der NATO und die Landeswährung ist der Lew. In Sofia leben 1,2 Millionen Menschen. Unser Reiseziel Sliven hat 89.000 Einwohner (Bad Nauheim 30.000) und ist auch Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.

In Sofia fahren nicht nur die Engländer Ski, die wir im Hotel getroffen haben. Die schneebedeckten Hänge sind vom Hotel aus gut zu sehen vier Stunden Fahrt über Land lassen die Gedanken kreisen: Das Land ist weit und vermittelt Ruhe. An der Strecke offene Schweineställe mit noch glücklichen (?) Schweinen, viele Tankstellen und der Fernreisebus ist mit Busfahrer, einem Assistenten und einer Reiseleiterin gut besetzt. (Reisetagebuch Andreas Stolz)

Wir öffnen unsere Herzen für Euch

Die BulgarInnen präsentierten uns ein reichhaltiges schulisches und kulturelles Programm, das uns ein tieferes Verständnis für das Land, seine Menschen und ihre wechselhafte Geschichte lehrte.

Die Mentalität unserer bulgarischen Freunde lässt sich am besten mit den Begrüßungsworten der Schulleiterin Liliana Todorova beschreiben: Wir öffnen unsere Herzen für Euch!


Unsere ersten Eindrücke der Schule waren: sehr gepflegt – groß und bunt – also absolut positiv. Die Präsentationen der bulgarischen Schüler zur Geschichte des Landes konnten uns von Bulgariens positiven Seiten überzeugen. (Reisetagebuch Michelle und Lena)

Music in - Stress out - erfolgreich gelebt !

Die SchülerInnen hatten viel Spaß bei ihren Aktivitäten und immer wieder stand Musik, Musik, Musik ... und Tanz auf dem Programm. "Music in - Stress out" erfolgreich gelebt.

Gerade unsere bulgarischen PartnerInnen schätzen wir als sehr warmherzige und tanzfreudige Menschen, die ihre Emotionen im Tanz nach außen tragen.

Die Schule zeichnet sich durch ihre zahlreichen Aktivitäten im Tanzsport aus, die SchülerInnen haben schon viele Auszeichnungen erhalten und so manchen Wettbewerb gewonnen.

An jedem Tag unseres einwöchigen Aufenthaltes konnten wir diese Begeisterung für Musik und Tanz greifbar spüren - Folkloremusik und Tanz gibt es in allen Altersgruppen und Lebensbereichen. Jeder Tag bot eine neue Überraschung.

 

Begrüßung - Tanzen mit wippendem Haar

Für die LehrerInnen und SchülerInnen sind die Tradition des Folkloretanzes und moderne Tänze kein Gegensatz, beides tanzen sie leidenschaftlich. Eine kleine Einführungsdarbietung ergab sich bei unserem Rundgang durch die Schule. Zwei Musiker, SchülerInnen, LehrerInnen und Gäste fügten sich in traditionellen Kreistänzen spontan zusammen.

Ø Filmausschnitt z.B.:  002Jung und Alt, 003 Wiipphaar,004 Publikum, 006 Allgemein.

 

Begrüßungsdinner - Karaoke bittet zum Tanz

Während des abendlichen Begrüßungsdinners in einem Slivener Hotel sorgten die bulgarischen SchülerInnen durch mitreißende Tanzeinlagen und Karaoke für sprühende Unterhaltung unter den Jugendlichen. Derweil vergnügten sich die LehrerInnen an einem reich gedeckten Tisch

Zum abendlichen Willkommensessen werden wir Lehrer zusammen mit allen SchülerInnen in ein angesehenes Hotel in der Stadt eingeladen, zudem begleiten uns einige LehrerInnen der Schule - dieses Ereignis hat bereits Tradition. Besonders die Deutschlehrerinnen freuen sich über den regen Austausch mit uns. Das erinnert an eine sehr schöne Geste des zurückliegenden Vormittages, wo jede Gruppe in ihrer Landessprache begrüßt worden ist. (Reisetagebuch Andreas Stolz)

 

Bulgarische Folklore

Eine von mehreren Überraschungen des Höhepunktes unseres Besuches erwartete uns schon am Morgen des letzten Tages in Sliven. Wir wurden zu einer kleinen alten Stadthalle geführt, in der das Folklore-Ensemble Sliven extra für uns ein Mini-Konzert präsentierte. Natürlich baten diese fröhlichen MusikerInnen am Ende alle zum Tanz. 

Ø  Filmausschnitte z.B.: 008 – 0019 aus 2014–0 2-18 bis 20

 

Abschlusskonzert

Beim Abschlusskonzert in der Schulaula gaben die bulgarischen Schülerinnen eine Kostprobe ihres Könnens und zeigten noch einmal in beeindruckender Weise, wie gut Tradition und Moderne (im Tanz) nebeneinander Platz haben.

Film

 

Komm, hol das Lasso raus

Es ist also kaum verwunderlich, dass unsere beiden Studentinnen, Michelle und Lena, durch ihre mitreißende Tanzaktion  wahre Begeisterungsstürme ernteten. Mutig leiteten sie - im Dirndl, um sich auch mal ein bisschen typisch deutsch zu geben – fetzige Faschingstänze an, die sogar tanzfaule Jungs von den Bänken lockten.

Ø Filmausschnitte z.B.: 0028 Fasching

Wieder einmal fuhren wir mit dem Taxi zur Schule. Dort wurden wir von den bulgarischen SchülerInnen herzlich empfangen. Wir waren wegen unseres Auftritts sehr aufgeregt - aber zu Unrecht. Wir holten alle SchülerInnen in die Mitte und tanzten auf ´Komm, hol das Lasso raus` Unser Abschlusskonzert war aufregend, interessant und hat uns sehr viel Freude bereitet. (Reisetagebuch Michelle und Lena)

 

There's music in the air ... let the music take you there

Wir tanzten überall: in der Schule, in der Stadthalle, im Restaurant und beim Abschlusskonzert. Nie blieb es bei einer Tanzdarbietung, die wir passiv konsumierten, am Ende tanzten alle Beteiligten gemeinsam.

Europa persönlich erfahren

Ich bin sehr froh, dass wir über direkte und persönliche Erfahrungen im Land selbst ein Europa erfahren durften, das uns sonst fremd geblieben wäre. Auch bin ich mir sicher, dass unsere angehenden Erzieherinnen dieses Verständnis für ein sich mehr und mehr öffnendes Europa mit in ihren zukünftigen beruflichen Alltag  transportieren werden.

 

Krönender Abschluss in Bursa in der Türkei

Das Projekt "Music in - Stress out" wurde von unseren türkischen Partnern in Bursa initiiert. Dort findet im Mai 2014 als krönender Abschluss dieses Projektes auch das letzte Treffen unserer fünf Länder Bulgarien, Deutschland, Polen, Spanien und Türkei statt. Wir sind schon sehr gespannt, was uns dort erwartet.

 

YOU - Be international too !!!

Wir hoffen, dass wir durch unsere Berichte andere SchülerInnen, Studierende und KollegInnen ermutigen, auch solche internationalen Projekte durchzuführen. Die Mühe lohnt sich! Wie's geht, erfahren Sie hier: Erasmus +

Unsere Schule profitiert schon lange von verschiedenen europäischen Austausch-Programmen:

Schauen Sie doch mal in unser Menü Internationales. Vielleicht finden Sie da noch ein paar Anregungen.

Für diesen Reisebericht haben Andreas Stolz, Lena Voigt und Michelle Christ freundlicherweise ihre Tagebuchaufzeichnungen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.

April 2014

Dorothee Gabriel-Gooßens


Rok Juliana Tuwima 2013 "Lokomotywa"