Lycee St Jean zu Gast in Bad Nauheim

Schon weit im Voraus wurde geplant, organisiert und vorbereitet. Der Austausch rückte immer näher, der Stress wurde immer größer und am 10. Dezember war es dann endlich soweit.

Die französischen Austauschschüler/innen und ihre beiden Lehrer machten sich auf den Weg nach Deutschland und erreichten ihre fünftägige Heimat "Jugendgästehaus Hubertus" in Butzbach ohne Probleme. Nach einer kleinen Ortsbegehung und dem Abendessen, bekamen die Franzosen Besuch von einem Teil unserer Klasse. Hierbei ging es um die Begrüßung und ein erstes Aufeinandertreffen. Die Begrüßung fiel nach einem verhaltenen Beginn sehr herzlich aus und nachdem sich alle Schüler/innen vorgestellt hatten - die Franzosen auf Deutsch und die Deutschen auf Französisch - wurden die Präsentationsmappen verteilt, die wir für jeden Einzelnen ausgearbeitet hatten. Nach interessanten Gesprächen über dies und jenes, machten wir uns auf den Weg nach Hause und ließen die Franzosen ihren anstrengenden Tag in Ruhe ausklingen.

Am Montag stand die erste von drei Betriebsbesichtigungen auf dem Programm und führte uns nach Butzbach zu Hess Natur. Dort wurde uns ausführlich und auf informative Art und Weise erläutert, was hinter dem Firmenprinzip steckt. Gestärkt durch den kleinen Imbiss, der uns in der Firma (an-)geboten wurde, machten wir uns anschließend auf den Weg zur Schule, wo wir unsere Austauschschüler/innen ausführlich herumführten, um ihnen auch wirklich jede Facette zu zeigen. Danach machten wir uns gemeinsam auf den Weg zu unserer Stadtführung, die wir freundlicherweise vom Bürgermeister zur Verfügung gestellt bekommen hatten. Trotz einiger Wetterquerelen, die sich in Form von strömendem Regen zeigten, war es interessant.

Dienstag, 10 Uhr Termin beim Bürgermeister. Bevor es jedoch losgehen konnte, haben wir noch den Raum für das spätere Essen dekoriert. Danach also zusammen mit unseren Gästen ins Rathaus, wo der Bürgermeister nur auf uns gewartet hat. Er begrüßte unsere Gäste recht herzlich in Bad Nauheim und überhäufte sie mit Gastgeschenken. Dann zurück zur Schule und für die Franzosen war es nun einmal an der Zeit, zu sehen, wie der Unterricht in Deutschland so abläuft. Zwei Stunden in den unterschiedlichsten Ausbildungsformen standen auf dem Stundenplan und führten nicht nur zu der Erkenntnis, dass es hier wesentlich lockerer, als in Frankreichs Schulen zugeht, sondern brachten auch ordentlich Hunger und so kam unser kleines Buffet mit typisch deutschen Spezialitäten gerade wie gerufen. Während dem Essen gab es interessante Gespräche untereinander und es wurde viel gelacht. Als alle gesättigt waren, machten sich die französischen Schüler und Schülerinnen auf den Weg nach Rosbach zu Betriebsbesichtigung Nummer 2 - bei Schütz Dental - und die Deutschen beseitigten, wie es sich für gute Gastgeber gehört, das Chaos vom Essen. Nach Schütz Dental und einem Besuch im Usa Wellenbad waren die Franzosen zwar dementsprechend erschöpft, aber auch das hielt sie nicht davon ab, an einem Spiel-Abend teilzunehmen. Die Klasse 12 war so nett, diesen auf die Beine zu stellen und so konnte in angenehmer Atmosphäre mit Leuten aus unserer Klasse, der 12.Klasse und den Franzosen gespielt, geredet und gelacht werden.

Am Mittwoch sollte sich dann die Weisheit "Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt" mehr denn je bestätigen und Spontaneität sowie Improvisationstalent waren gefragt. Auf dem Programm standen eigentlich eine Betriebsbesichtigung in der Licher-Brauerei und der Besuch des Mathematikums in Gießen. Beim eigentlich blieb es dann aber auch. In Lich erfuhren wir, dass ein Missverständnis dazu geführt hatte, dass wir als Gruppe offiziell nicht angemeldet waren. Nach dem ersten Schock, etlichen Telefonaten und Rücksprache mit den Franzosen, wurde nun der gesamte Plan über den Haufen geworfen. Die Brauerei kam uns mit einer Führung entgegen, die später stattfinden sollte, als die, von der wir ausgingen und so überbrückten wir die Zeit bis dahin in Gießen. Das Mathematikum wurde komplett gestrichen. So bot sich überraschend die Möglichkeit shoppen zu gehen oder sich einfach in ein Cafe zu setzen und sich zu unterhalten.Anschließend nahmen wir dann die Möglichkeit wahr, die Betriebsbesichtigung in der Licher Brauerei doch noch durchzuführen. Es war sehr interessant und auch das Bier danach wurde uns nicht verwährt.

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Stadt Frankfurt. Es fing an mit einer Rundfahrt im Bus der Franzosen und endete mit einem gemütlichen Beisammensein in einer Bar, in der gerade die Franzosen in den Geschmack von Spezialitäten, wie "Handkäse mit Musik" und Apfelwein kamen.
Dazwischen lagen einige Stunden Freizeit, die wir selbst gestalten durften und zum Großteil für einen Einkaufsbummel auf der Zeil nutzten. Anschließend gab es eine zeitgleiche Führung für Franzosen und eine für uns deutsche Schüler im Museum für Moderne Kunst und danach teilten wir uns wieder in einzelne Gruppen, um ein wenig über den Weihnachtsmarkt zu schlendern und unseren Austauschschüler/innen einmal einen Einblick zu gewähren, was in der Vorweihnachtszeit hier so los ist.

Am Freitag war dann auch leider schon der Tag des Abschieds gekommen. Die Franzosen kamen nochmals für ein letztes Gruppenfoto und für die herzhafte Verabschiedung in die Schule, ehe sie sich auf den Heimweg machten.

Bevor es nun gilt, ein Fazit zu ziehen, im Namen unserer Klasse noch mal ein herzliches Dankeschön an alle, die nicht nur dafür gesorgt haben, dass dieser Austausch überhaupt zu Stande kommt, sondern auch unglaublich viel Zeit und Arbeit darin investiert haben, dass alles reibungslos über die Bühne geht.
Um das nun abzuschließen, lässt sich sagen, dass unsere Befürchtungen, was die Franzosen und den Austausch an für sich angingen, schon zu Beginn im Keim erstickt wurden. Unsere Austauschschüler und -schülerinnen waren sehr nett und offen. Jetzt hoffen wir, dass wir den Kontakt untereinander halten und freuen uns auf unseren Gegenbesuch in Besancon Ende März nächsten Jahres.

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